Zitiert: Drehbuchautorinnen fordern Frauenquote für Serien

Die Autorinnen haben untersuchen lassen, wer Serien in Deutschland schreibt. Methodisch ist das herausfordernd. Bei einem Kino- oder Fernsehfilm sei es noch relativ einfach, die Autorennamen zu recherchieren, heißt es in der Untersuchung von Belinde Ruth Stieve. Bei Serien falle dies schwerer, etwa weil es mehrere Folgen und eine größere Zahl von Autoren gebe, die oft nicht vollständig veröffentlicht würden. […]

Im Staffwriting finde man noch ein Drittel Frauen vor, doch je mehr es um visionäre, prägende Autorenpositionen gehe, umso weniger Frauen gebe es. Nur 13 Prozent der sogenannten Creators seien weiblich. […]

„Bei gleicher Expertise, bei gleichem Bekanntheitsgrad: Die Männer bekommen ein Drittel mehr Honorar. Frauen werden nicht nur weniger beschäftigt, sondern auch schlechter bezahlt. Ein doppelter Skandal.“

Doppelter Skandal in der Serien-Branche: Zu wenig Frauen, zu schlecht bezahlt. Annette Hess und Kristin Derfler gründen Initiative „Pussiwrita“. …

dpa, 15.5.2022 (online)

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Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)