Zitiert: Steht man am Rande der Gesellschaft, wenn man von der Gesellschaft angegriffen wird?

Wenn man sich nicht sicher in der Öffentlichkeit bewegen kann, ohne Angst vor Beschimpfungen, Häme, auch Gewalt? Vor der Staatsgewalt am Ende?

Oder sind es die Armen, die am Rande der Gesellschaft stehen? Diejenigen, die durch das sogenannte soziale Netz fallen? Die mehr Geld ausgeben müssen, als sie haben, um sich die einfachsten, lebensnotwendigen Dinge zu leisten, wie eine warme Wohnung und gesundes Essen? Ist der Rand der Gesellschaft dann eigentlich noch der Rand, oder sind wir alle dann nicht eher mittendrin, in der Mitte einer Gesellschaft, in der immer mehr Massen von Menschen zusammengedrängt und aufeinandergehetzt werden, ein Höllenkessel, in dem der Druck steigt und steigt, und wo jeder gegen jeden kämpfen muss, um nicht unterzugehen. An den Rand gedrängt, sagt man so – aber in die Mitte gedrängt, eingekesselt, gefangen, das trifft es eher.

Hanna Lakomy, berliner-zeitung.de, 31.7. (online)

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Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)