Dokumentiert: Parteien im deutschen TV

“Das Jahr 2015 markierte die Mitte der laufenden 18. Legislaturperiode des deutschen Bundestages. Vergleicht man in dieser Phase die Auftrittschancen der Parteien, zeigt sich in allen Sendungen eine dominierende Präsenz der Großen Koalition. Zusammen repräsentierten die Politiker aus CDU, SPD und CSU auf Bundes- und Landesebene mehr als drei Viertel der Parteienpräsenz in den Fernsehnachrichten und übertrafen damit die beiden Oppositionsparteien, Bündnis 90/Grüne und Die Linke, um mehr als das Fünffache ihrer Auftritte, während die übrigen Parteien mit maximal 2 Prozent der Auftritte nahezu bedeutungslos blieben.

Im Sendungsvergleich erwies sich einmal mehr, dass kleinere Parteien größere Auftrittschancen in den öffentlich-rechtlichen Sendungen als in den privaten haben.”

 

Udo Michael Krüger, Thomas Zapf-Schramm: InfoMonitor 2015 in: Media Perspektiven 02/2016, S. 96

 

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Zitat der Woche
Spitzenvertreter von ARD und ZDF – darunter WDR-Intendant Tom Buhrow, der seit Januar 2020 ARD-Vorsitzender ist, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab und ZDF-Intendant Thomas Bellut wie auch Vorsitzende von Senderaufsichtsgremien wie der WDR-Rundfunkratsvorsitzende Andreas Meyer-Lauber – erklären, die Rundfunkbeitragshöhe läge in der aktuellen Periode 2017 bis 2020 real bereits bei 18,35 Euro (inklusive LMA-Anteil). Doch dies trifft, wie schon angeführt, nicht zu. Berücksichtigt man die bereits genannten Faktoren, läge die reale Beitragshöhe niedriger als 18,35 Euro; geschätzt dürften es etwa 18,20 Euro sein – doch auch dieser Betrag spiegelt noch nicht die reale aktuelle Beitragshöhe wider.   Volker Nünning, Medienkorrespondenz, 18.02.2020 (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)