Dokumentiert: Rundfunkbeitrag auch für unabhängige Internet-Angebote nutzen

Der Geschäftsführer des Internetportals „Perlentaucher“, Thierry Chervel, hat einen Innovationsfonds für journalistische Online-Projekte gefordert. Man sollte ein bis zwei Milliarden Euro der Gesamteinnahmen aus dem Rundfunkbeitrag nutzen, sagte er laut epd medien am 21. Februar beim Mainzer Mediendisput Berlin. Die Mittel sollten genutzt werden, um Ideen, Themen und Projekte zu entwickelt sowie einzelne Journalisten bei ihren Recherchen zu unterstützen.

Eine vergleichbare Summe fordert Stephan Weichert für „hochwertigen Journalismus“. Allerdings will er dafür den Rundfunkbeitrag um 2 Euro aufstocken. Dann könnte man mit einer Milliarde Euro hochwertige Projekte im Journalismus fördern. Das Geld könnte in einen „Nationalfonds zur Förderung des Qualitätsjournalismus“ fließen, bei dem sich Journalisten wie auch Redaktionen bewerben können. Die Vergabe sollte über eine private Stiftung erfolgen, die „wie der schweizerische Nationalfonds im Bereich wissenschaftlicher Forschung … dafür zu sorgen hätte, diese Fördergelder gerecht, unabhängig und Kompetenz … zu verteilen.“ (textintern, 27.02.2013, S. 2)

 

Frühere Veröffentlichung: Rundfunkbeitrag soll auch „dem Netz dienen“ – Diskussion um Verteilung und Verwendung des Rundfunkbeitrags (15.1.2013)

 

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Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)