Ende der Gebärdensprache beim MDR?

 

 

 

Die MDR-Sendung „Länderzeit“ ist das tägliche Regionalmagazin des MDR, das nur über Satellit zu empfangen ist und eine Zusammenstellung aus den einzelnen Ländermagazinen bietet. Die Sendung wurde nur für die Satellitenausstrahlung hergestellt. Doch das analoge Satelliten-Fernsehen wird eingestellt. Damit endet auch die Ausstrahlung der „Länderzeit“ – am 29. April. Dies ist dann auch das Ende der Gebärdenübersetzung von Regionalnachrichten im MDR. Denn die „Länderzeit“ ist eine der wenigen Sendungen im deutschen Fernsehen, die auch in die Gebärdensprache übersetzt wird – und dies seit 1998.

 

Die Zahl der Gehörlosen im MDR-Sendegebiet wird auf 6.000 bis 8.000 geschätzt. „Die Gebärdensprache ist eine eigenständige Sprache. … Für Gehörlose ist sie die Muttersprache“, zitiert die Thüringer Allgemeine eine gehörlose Frau und stellt fest: „Auch wenn diese Menschen hierzulande aufgewachsen seien, so bleibe das Deutsche für sie eine Fremdsprache – wie Englisch oder Japanisch. Untertitel könnten für Gehörlose niemals das leisten, was ihre eigene Sprache leiste.“

 

 

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)