Europäische Unternehmen haben Dominanz im internationalen Markt für Fernsehproduktionen wieder an USA verloren

„Die vertikale Integration einiger der größten europäischen Produktionsgruppen in US-amerikanische Konzerne ist dabei Anlass zur besonderen Besorgnis. Die US-Konzerne haben nunmehr die Kontrolle über a) die Mehrzahl der weltweit relevanten Produzenten von Fernsehunterhaltung (sowohl in den Bereichen Fiction als auch Factual Entertainment/Reality-TV), b) riesige Programmbibliotheken sowie c) weltweite lineare und nichtlineare Verbreitungsplattformen. Dies zusammengenommen gibt den Konzernen die Macht, sowohl neuen als auch bereits existierenden, kleineren Fernsehanbietern (vor allem jenen, die nicht vertikal integriert sind) attraktive Fernsehunterhaltungsprogramme vorzuenthalten, sollte dies ihren Interessen entsprechen.“

 

Andrea Esser, Media Perspektiven 01/2017, S. 46 (Online)

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Zitat der Woche
Spitzenvertreter von ARD und ZDF – darunter WDR-Intendant Tom Buhrow, der seit Januar 2020 ARD-Vorsitzender ist, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab und ZDF-Intendant Thomas Bellut wie auch Vorsitzende von Senderaufsichtsgremien wie der WDR-Rundfunkratsvorsitzende Andreas Meyer-Lauber – erklären, die Rundfunkbeitragshöhe läge in der aktuellen Periode 2017 bis 2020 real bereits bei 18,35 Euro (inklusive LMA-Anteil). Doch dies trifft, wie schon angeführt, nicht zu. Berücksichtigt man die bereits genannten Faktoren, läge die reale Beitragshöhe niedriger als 18,35 Euro; geschätzt dürften es etwa 18,20 Euro sein – doch auch dieser Betrag spiegelt noch nicht die reale aktuelle Beitragshöhe wider.   Volker Nünning, Medienkorrespondenz, 18.02.2020 (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)