Gehen ARD und ZDF immer öfter getrennte Wege?

ARD und ZDF haben eine gemeinsame Sportrechtegesellschaft. Die SportA. Fast alle Rechte wurden über diese Gesellschaft gemeinsam eingekauft. Allerdings hat das ZDF zuletzt auf die Dienste der SportA verzichtet, als es die Rechte an der Champions League kaufte. Anders wäre dieser Coup auch gar nicht möglich gewesen, hätte doch sonst die ARD vorab davon erfahren und wahrscheinlich öffentlich interveniert.

 

 

Wenn das ZDF nun darauf verweist, dass es sich von anderen Sportrechte getrennt habe, um die entsprechenden Mittel freizusetzen, so stimmt das. Allerdings kann man dies zum einen nicht nachrechnen, zum anderen sind der ARD dadurch Mehrkosten entstanden. Während bisher ARD und ZDF gemeinsam die DFB-Pokal-Rechte finanzierten, trägt nun die ARD diese Kosten allein. Für den Gebührenzahler wird es also insgesamt gesehen teurer.

So, wie auch das Ende der Doppelübertragung des Vormittagsprogramms, also der wöchentliche Wechsel von ARD und ZDF, nicht ohne steigende Etats zu bewältigen ist. Mal sehen, woran dafür gespart wird.

Der ZDF-Fernsehrat trifft sich am kommenden Freitag (9.12). zu seiner nächsten Sitzung.

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)