Gewinne bei den Nachrichtensendern – trotz öffentlich-rechtlicher Konkurrenz

 

Der Nachrichtensender N-TV schreibt nach zwölf Jahren wieder schwarze Zahlen. Man habe zum zweiten Mal in der Unternehmensgeschichte einen operativen Gewinn, vermeldet das Handelsblatt. Dieser Betriebsgewinn soll bei einer Million Euro gelegen haben.

 

Der andere private Nachrichtensender erzielte im Februar 2012 mit einem Marktanteil von 1,6 Prozent bei den 14- bis 49-jährigen Zuschauer die höchste Zuschauerquote seit Bestehen. Das sorgt für höhere Einnahmen, die über denen des Vorjahres liegen.

Können die Verlage etwas daraus lernen? Nun, es macht deutlich, dass man trotz „kostenloser“ Konkurrenzangebote an Reichweite gewinnen kann und somit Einnahmen erzielen kann. Allerdings sind die öffentlich-rechtlichen Apps kostenlos, die der Verlage kosten Geld. Sollte man deshalb vielleicht besser nach einem werbefinanzierten Weg suchen? Oder sollte man den Abonnenten etwas teurere Pakete mit Apps anbieten?

Wenn die Verlage fordern, dass die Sender keine kostenlosen Apps anbieten, dann können Pay-TV-Sender auch fordern, dass ARD und ZDF bestimmte Programme bzw. Spartenkanäle einstellen.

 

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)