Kein Markt: Filmunternehmen reisen Fördermitteln hinterher

Alle wichtigen Studios und Fernsehproduktionsfirmen haben ihren Sitz in Los Angeles. Allerdings wird dort immer weniger gedreht. Denn die Filmemacher würden den Fördergeldern hinterherreisen. In Los Angeles mache der Begriff „Runaway Production“ die Runde, so Susan Vahabzadeh in der Süddeutschen Zeitung. Geplant werde zu Hause, produziert werde anderswo. Man gehe dorthin, wo man preiswert Studios nutzen könne bzw. hohe Fördergelder erhalte. Die Länder würden sich die Produktionen mit immer höheren Subventionen kaufen.

 

Doch auch in den USA mache man sich Konkurrenz. Die Stadt New York gebe im Jahr 420 Millionen Dollar für Filmförderung aus, Los Angeles hat nur ein Budget von 100 Millionen. Dies zeigt: auch im Film gibt es real keinen Markt. Die Forderungen an Produzenten, sich am Markt zu orientieren und zu beweisen, führt in die Irre.

Kommentar verfassen

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
"Die aktuelle Höhe des Rundfunkbeitrags von 17,50 Euro entspricht längst nicht mehr dem realen Aufwand", sagte der BR-Rundfunkratsvorsitzende Lorenz Wolf. "Legt man die derzeitige Rücklagenentnahme auf die Höhe des monatlichen Beitrags um, dann werden heute real 18,35 Euro verausgabt. Diese Rücklage wird bis 2020 gänzlich erschöpft sein. Mit 17,50 Euro wäre der vorgelegte Wirtschaftsplan 2019 nicht realisierbar." Dwdl.de, 06.12.2018 Weiterlesen    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)