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ganztägig „Eigentum, Medien, Öffentlichkeit“ @ Wirtschaftsuniversität Wien
„Eigentum, Medien, Öffentlichkeit“ @ Wirtschaftsuniversität Wien
Mai 12 – Mai 14 ganztägig
Tagung des Netzwerks Kritische Kommunikationswissenschaft mit dem Department of Economics der Wirtschaftsuniversität Wien Themenfelder sind: Repräsentation des Eigentums in den Medien konzentriertes und ungleich verteiltes Eigentum an Medien und Medientechnik subjektivierende Effekte des Medieneigentums Effekte[...]
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    Kölner Stadtanzeiger: Wie die Parteien im Deutschlandradio mitmischen

    Die die Parteien im Deutschlandradio bei der Besetzung des Programmdirektors mitmischten, darüber berichtete der Kölner Stadtanzeiger: „Statt sein Vorschlagsrecht für den Posten zu nutzen, erhielt Deutschlandradio-Intendant eine Liste von Leuten, die dem Verwaltungsrat zusagten.“ Und so habe der Intendant Willi Steul nicht seinen Favoriten benannt, sondern einen Vorschlag aus der Liste „aufgegriffen“. Dieser Vorschlag sei dann auch vom Verwaltungsrat am 22. Juni „einvernehmlich bestätigt“ worden.

     

    Der Kölner Stadtanzeiger nennt nun „als treibende Kraft der Verhinderung“ den Sozialdemokraten Martin Stadelmaier, der „Leiter der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz und so etwas wie der oberste Medienpolitiker seiner Partei – in der Staatskanzlei ist die Rundfunkkommission der Länder angesiedelt, die die Medienpolitik der Bundesländer koordinieren soll“, ist.

    Und man verweist darauf, dass es gerade die Landesregierung Rheinland-Pfalz war, die, nachdem der ZDF-Verwaltungsrat der Wiederbestellung von ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender die notwendige Mehrheit verweigert hatte, die staatsnahe Zusammensetzung des Gremiums vor dem Bundesverfassungsgericht monierte.

    Allerdings ist dies eine verkürzte Sicht. Willi Steul hätte ja bei seinem Vorschlag bleiben können, er hätte es ablehnen können, den Interessen der Politiker nachzukommen. Interessant wäre es doch erst geworden, wenn er im Verwaltungsrat nicht die nötige Mehrheit erhalten hätte. So sagt der Vorgang, wenn es denn so wie beschrieben wahr, mehr über die Unabhängigkeit bzw. Staatsnähe des Intendanten aus, denn über das medienpolitische Grundverständnis von Martin Stadelmeier. Denn für Politiker ist Medienpolitik immer auch Personalpolitik. Was kann Martin Stadelmeier dafür, wenn der Intendant einen der Vorschläge des Verwaltungsrates, dem er nicht angehört, aufgreift. Zumal vier von den acht Mitgliedern des Verwaltungsrates von ARD und ZDF kommen, darunter die ARD-Vorsitzende und WDR-Intendantin Monika Piel sowie der ZDF-Intendant Markus Schächter.

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    Zitat der Woche
    Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
    Out of Space
    Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)