NDR-„Zapp“ muss für Transparenz bei ARD nachsitzen

 

Das NDR Medienmagazin „Zapp“ wollte über Transparenz bei der ARD berichten. Dazu hatte man auch ein Interview mit NDR-Intendant und ARD-Vorsitzendem Lutz Marmor aufgenommen. Doch ein schon fertiger Beitrag durfte letzten Mittwoch nicht ausgestrahlt werden.

 

 

„Dies entschied NDR-Fernsehchefredakteur Andreas Cichowicz, nachdem er die Redaktion zuvor mit Nachfragen überhäuft hatte. Wie notwendig diese aus journalistischer Sicht waren, dazu gibt es unterschiedliche Aussagen. Die geforderte Nacharbeit war jedenfalls derart umfangreich, dass sie nicht zu stemmen war, bevor Cichowicz zur Premierenparty des „Tatorts“ mit Wotan Wilke Möhring aufbrach“, berichtet Ulrike Simon in der Frankfurter Rundschau.

„Zapp“ hatte eine Anfrage bei zahlreichen Gremienmitgliedern von ARD-Sendern gestartet. Deren Antworten wollte Cichowicz einsehen, berichtete Kai-Hinrich Renner im Hamburger Abendblatt. „Den nicht ausgestrahlten Beitrag hat der Chefredakteur inzwischen gesehen. An fünf, sechs Stellen hatte er etwas auszusetzen. Das Stück wird Dienstag neu geschnitten und am 1. Mai ins Netz gestellt.“

 

Schade nur, dass die Transparenz nicht so weit geht, dass wir beide Varianten miteinander vergleichen werden können.

 

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Spitzenvertreter von ARD und ZDF – darunter WDR-Intendant Tom Buhrow, der seit Januar 2020 ARD-Vorsitzender ist, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab und ZDF-Intendant Thomas Bellut wie auch Vorsitzende von Senderaufsichtsgremien wie der WDR-Rundfunkratsvorsitzende Andreas Meyer-Lauber – erklären, die Rundfunkbeitragshöhe läge in der aktuellen Periode 2017 bis 2020 real bereits bei 18,35 Euro (inklusive LMA-Anteil). Doch dies trifft, wie schon angeführt, nicht zu. Berücksichtigt man die bereits genannten Faktoren, läge die reale Beitragshöhe niedriger als 18,35 Euro; geschätzt dürften es etwa 18,20 Euro sein – doch auch dieser Betrag spiegelt noch nicht die reale aktuelle Beitragshöhe wider.   Volker Nünning, Medienkorrespondenz, 18.02.2020 (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)