Neue Aufgabe für ARD und ZDF: Traffic zu Verlegern leiten?

 

Christian Nienhaus, der Vorsitzende des nordrhein-westfälischen Verlegerverbands ZVNRW, sagte die öffentlich-rechtlichen Sender hätten bei den Gesprächen in den vergangenen Wochen mehrfach bereits erzielte Einigungen wieder infrage gestellt. So könne man nicht verhandeln, „und so werden wir auch nicht weiter verhandeln“, sagte er bei der Jahreshauptversammlung des ZVNRW.

NRW-Medienstaatssekretär Marc Jan Eumann kritisierte ARD und ZDF für ihre Gesprächsführung. Das Scheitern sei aber hoffentlich nur vorläufig: „Es gibt viele interessante Wege, wie man Traffic von den Seiten der Öffentlich-Rechtlichen auf die Seiten von Regionalzeitungen bringen kann“, wird er auf zeit.de von einer Diskussion während der ZVNRW-Tagung zitiert.

 

Doch gehört dies zur Grundversorgung, Traffic von ARD und ZDF zu den Regionalzeitungen zu leiten? Steht davon etwas in den Staatsverträgen?  Sind diese nicht vor allem Konkurrenten – seitdem sich Rundfunk und Zeitungen auf den Weg ins Internet gemacht haben? Die KEF würde diese Art von Gebührennutzung sicher hinterfragen.

 

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Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)