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Zitiert: Journalismus muss sich in Klausur begeben

Was wiegt schwerer: ein eigener Gedanke, dafür komplett vom Bot formuliert, oder eine KI-Analyse, dafür in eigene Worte gefasst? Der Editor-at-Large des Tagesspiegels, Stephan-Andreas Casdorff, hat sich offenbar gleich für beides entschieden und ganze Texte verfassen lassen, was Urteil und Konsequenz recht einfach macht.

Doch gerade weil es nicht nur die eine, sondern mindestens Fifty Shades of KI gibt, muss sich der Journalismus nun dringend in Klausur begeben. Ein Update steht an: Wie schaffen wir es, original und glaubwürdig zu bleiben und uns nicht schleichend selbst abzuschaffen?

Martin Niewendick, taz.de, 16.06.2026 (online)

Zitiert: Lediglich 5 % der Deutschen nutzen KI-Chatbots als Nachrichtenquelle

KI-Chatbots spielen für den Nachrichtenkonsum in Deutschland kaum eine Rolle, sagt der aktuelle „Digital News Report“ des Reuters Institute. Nur 5 % der Befragten nutzen die Technologie für aktuelle Informationen. Auch Influencer ersetzen klassische Medien demnach nicht. Die Hälfte der Nutzer sucht regelmäßig direkten Zugang zu Nachrichtenmarken über Webseiten oder Apps. Lineares TV bleibt für 60 % der Menschen über 55 Jahre die Hauptquelle. Soziale Medien dienen 18 % aller Befragten als wichtigster Zugang zu Nachrichten. Knapp die Hälfte der Menschen vertraut einem Großteil der Berichterstattung.

turi2.de, 16.06.2026 (online)

Zitiert: Wie sich der Deutschlandfunk neu aufstellen will

Kern der Reform ist, dass die bisherigen halbstündigen Fachsendungen in ihrer jetzigen Form entfallen. Also etwa „Wirtschaft am Mittag“ oder das Bildungsmagazin „Campus & Karriere“, das Medienmagazin „@mediasres“, „Forschung aktuell“ oder der „Büchermarkt“. Stattdessen soll es künftig dreimal statt wie bislang einmal…

Zitiert: KI ist als Dialogmaschine leistungsfähiger als Hitlers Radio

KI ist als Dialogmaschine leistungsfähiger für Gleichschaltung und Mob-Bildungen als Hitlers Radio und das Fernsehen des Imperialismus der Nachkriegszeit, weil KI in die Hetze Informationen über diejenigen einarbeiten kann, die von der Propaganda indoktriniert werden sollen.

Die liefern diese Informationen sogar „freiwillig“: beim Arbeiten mit KI, beim Kaufen und Verkaufen, bei der Pflege von Hobbys und ähnlichem – also: Selbsthypnose statt Hypnose.

Dietmar Dath, Telepolis, 14.06.2026 (online)