RBB-Jugendradio Fritz soll Schmerzgrenze überschreiten

Claudia Nothelle bekam in der Märkischen Allgemeinen viel Platz, um ihre Vorstellung von einem Jugendprogramm darzustellen. „Fritz wird beim RBB immer das Programm sein, bei dem Freiräume am entschiedensten erprobt, Schmerzgrenzen am ehesten überschritten werden.“ Doch was heißt das konkret? Ist es überhaupt öffentlich-rechtliche Aufgabe, Schmerzgrenzen zu überschreiten?

„Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk geht es um Inhalt. Wer dabei glaubt, mit dem Etikett „Satire“ auch groben Unfug oder Sektierertum zu einem wichtigen Kulturgut erklären zu können, irrt. Wenn wir nicht jeden Unsinn senden, ist das keine „Zensur“, sondern Ausdruck von Verantwortungsbewusstsein.“ Dieses Verantwortungsbewußtsein hätte man sich in den letzten Jahren insbesondere bei der Wirtschafts- und Finanzberichterstattung auch gewünscht.

„Wir setzen – auch und vor allem bei „Fritz“ – weiter auf Experimente, ermutigen die Redaktionen anzuecken, aufzuregen, Dinge anders zu denken und neu zu beschreiben. Dabei überschreiten die Programme des RBB wahrscheinlich auch zukünftig Grenzen, fordern Widerspruch und Kritik heraus. Das muss kein Schaden sein: Freiheit nutzen, aber nicht ausnutzen – darum geht es.“

 

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Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)