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ganztägig „Eigentum, Medien, Öffentlichkeit“ @ Wirtschaftsuniversität Wien
„Eigentum, Medien, Öffentlichkeit“ @ Wirtschaftsuniversität Wien
Mai 12 – Mai 14 ganztägig
Tagung des Netzwerks Kritische Kommunikationswissenschaft mit dem Department of Economics der Wirtschaftsuniversität Wien Themenfelder sind: Repräsentation des Eigentums in den Medien konzentriertes und ungleich verteiltes Eigentum an Medien und Medientechnik subjektivierende Effekte des Medieneigentums Effekte[...]
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    „Sendeschluss“ für die „Nimmersatten“?

     

    7,53 Mrd. Euro nahm die GEZ im Jahre 2011 an Rundfunkgebühren ein. Ca. 7,1 Mrd. Euro gehen davon an ARD und ZDF. (193 Mio. Euro erhält das Deutschlandradio, 97 Mio. fließen an die Landesmedienanstalten und weitere Millionen an die Filmförderer der Länder.) Die Gesamteinnahmen, in die neben der Rundfunkgebühr auch Einnahmen u.a. aus Werbung und Beteiligungen eingehen, lagen bei über 8,8 Mrd. Euro.

     

    Claudia Tieschky zog in der Süddeutschen Zeitung folgenden Vergleich: „6,88 Milliarden Euro sind im Bundeshaushalt 2013 für Familie und Senioren eingeplant; das Bundesbudget für Forschung und Bildung beträgt 13,74 Milliarden; die Landwirtschafts-Subventionen für Deutschland aus dem EU-Haushalt lagen 2011 bei 6,8 Milliarden Euro.“

    Auch Thierry Chervel versucht im perlentaucher, diese Summe einzuordnen: „Das ist in etwa so viel wie sämtliche Kultursubventionen aller deutschen Länder und Gemeinden, sämtliche Museen, Theater und Bibliotheken. Es ist nur unwesentlich weniger als die Kirchensteuer, deren Aufkommen bei neun Milliarden Euro liegt. Die ÖRA sind uns fast so viel wert wie der liebe Gott.“

    Er verweist auf das vom Handelsblatt-Redakteur Hans-Peter Siebenhaar veröffentlichte Buch „Die Nimmersatten“, in dem dieser u.a. medienpolitisch vorschlägt, Erstes und Zweites Programm zu einem Hauptprogramm zu verschmelzen und die Dritten zum Zweiten auszubauen – um so Geld zu sparen. Und er stellt grundsätzlich die Frage, „wie sich die Idee eines  öffentlich-rechtlichen Journalismus im Zeitalter der Digitalisierung neu formulieren lässt.“ Seine Antwort lautet: „Wohl nur, indem man das Öffentlich-Rechtliche von den Anstalten befreit.“ Und er meint damit, dass man die Rundfunkbeitragseinnahmen auch für andere Angebote, die öffentlich-rechtlichen Ansprüchen genügen, einsetzen soll.

    „Es führt kein Weg daran vorbei, die Idee des Öffentlich-Rechtlichen so oder anders neu zu denken. Die von manchen geforderte Kulturflatrate existiert bereits – sie geht nur in Form von GEZ-Gebühren an einen überalterten und dysfunktionalen Apparat“, so Thierry Chervel.

     

    Er fordert also keinen „Sendeschluss“ für ARD und ZDF. Er möchte eine größere Breite an öffentlich-rechtlichen Anbietern, die aus dem Rundfunkbeitrag finanziert werden.

     

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    Onlinefilm.org

    Zitat der Woche
    Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
    Out of Space
    Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)