Ulrich Wilhelm zu seiner Idee „einer gemeinsamen Plattform von Sendern und Verlagen auf europäischer Ebene“

ARD, ZDF und Deutschlandradio hatten den Landtagen ihre „Berichte über die wirtschaftliche und finanzielle Lage“ 2018 zukommen lassen. Der für Medien zuständige Ausschuss diskutierte diese Berichte in einer Sitzung am 20. August 2018. Mittlerweile liegen die Beschlussempfehlungen vor, in denen auch Auszüge aus der Diskussion wiedergegeben werden.

Ulrich Wilhelm erklärte laut Protokoll, „dass es illusorisch sei, mit einem europäischen Anbieter all das einzufangen, was Google, Facebook, Netflix u. a. m. bereits anbieten. Leistbar sei nach seiner Ansicht eine Startaufstellung für eine europäische Initiative, die aus Deutschland und Frankreich besteht. Begonnen werden könnte mit einer Plattform, die für Qualitätsinhalte unterschiedlichster Art interessant wäre – für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, aber auch für Verlage, Museen, Theater, Universitäten, Forschungseinrichtungen und Kulturträger, um eine Alternative zu schaffen. Dies sei gar nicht so teuer. Da gehe es nicht um Milliarden. Zunächst müssten zweistellige Millionenbeträge eingesetzt werden, um die Tragfähigkeit eines Prototyps zu testen. Dies sei eine Gestaltungsaufgabe für die Politik, zunächst in Deutschland und Frankreich. Er rate dringend, dies anzugehen und wachsen zu lassen.“

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Spitzenvertreter von ARD und ZDF – darunter WDR-Intendant Tom Buhrow, der seit Januar 2020 ARD-Vorsitzender ist, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab und ZDF-Intendant Thomas Bellut wie auch Vorsitzende von Senderaufsichtsgremien wie der WDR-Rundfunkratsvorsitzende Andreas Meyer-Lauber – erklären, die Rundfunkbeitragshöhe läge in der aktuellen Periode 2017 bis 2020 real bereits bei 18,35 Euro (inklusive LMA-Anteil). Doch dies trifft, wie schon angeführt, nicht zu. Berücksichtigt man die bereits genannten Faktoren, läge die reale Beitragshöhe niedriger als 18,35 Euro; geschätzt dürften es etwa 18,20 Euro sein – doch auch dieser Betrag spiegelt noch nicht die reale aktuelle Beitragshöhe wider.   Volker Nünning, Medienkorrespondenz, 18.02.2020 (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)