Untertitelung: ARD ist führend

In der ARD werden alle Erstsendungen mit Untertitelung angeboten. Damit kommt die ARD auf eine seit 2012 mehr als verdoppelte Untertitelquote von knapp 98 %. Auch die neun ARD-Landesrundfunkanstalten haben die Anzahl der untertitelten Sendungen in ihren dritten Programmen in den vergangenen Jahren gesteigert. In den ARD-Mediatheken wird eine stetig wachsende Zahl von Sendungen mit Gebärdensprache zum zeitsouveränen Abruf angeboten.

Mit „Sehen statt Hören“ bietet die ARD zu dem die einzige Sendereihe in der deutschen Fernsehlandschaft speziell für Zuschauer/-innen mit Hörbeeinträchtigungen an. Einige Landesrundfunkanstalten bieten weitere Sendungen in Gebärdensprache an. Auch die Sport-Audiodeskription gehört inzwischen zum festen Angebot der ARD. Alle Fußballspiele, die Olympischen und Paralympischen Sommer- und Winterspiele sowie große Leichtathletikevents werden mit einer Live-Beschreibung angeboten.

Das ZDF bietet seit dem Frühjahr 2013 in der stark frequentierten Sendezeit zwischen 16:00 und 22:15 Uhr durchgängig Untertitel für alle Sendungen im Hauptprogramm an. Ebenso sind für circa 90 % der Kindersendungen Untertitel vorhanden. Die Untertitel von Sendungen aus dem Hauptprogramm sind seit Mitte 2015 auch auf den Digitalkanälen ZDFneo und ZDFinfo verfügbar. Insgesamt konnte der Untertitel-Anteil im ZDF-Hauptprogramm im Jahr 2017 auf 76,6 % gesteigert werden. Anspruch des ZDF ist es weiterhin, den Anteil auf 100 % auszubauen. …

Die Medienanstalten als Aufsichts- und Regulierungsinstanzen über den privat-rechtlichen Rundfunk sind schon seit längerem mit dem Thema Barrierefreiheit befasst. Anders als der öffentlich-rechtliche Rundfunk, der einen besonderen gesetzlichen Auftrag zu Grundversorgung und Inklusion hat und zu dessen Erfüllung Rundfunkbeiträge erhält, sind private Fernsehsender Wirtschaftsunternehmen, die ihre Programme refinanzieren müssen.

Als Teil des Engagements der Medienanstalten werden jährlich Monitorings zur Barrierefreiheit im privaten Fernsehen durchgeführt. Demnach haben die beiden großen privaten Sendergruppen RTL und ProSieben/Sat.1 Media SE in den letzten Jahren begonnen, ihr Engagement auszubauen. Der sechste Monitoringbericht zeigt, dass die RTL-Gruppe durchschnittlich 13 % der Sendezeit mit speziellen Untertiteln für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen ausgestrahlt hat. Im Jahr zuvor waren es nur 9 %. Bei ProSiebenSat.1 Media SE werden 18 % des Angebots untertitelt. Im Jahr zuvor waren es 13 %.

Deutscher Bundestag, Unterrichtung durch die Bundesregierung. „Zweiter und dritter Staatenbericht der Bundesrepublik Deutschland zum Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“. DS 19/11745. 18.07.2019 (online)

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"Die aktuelle Höhe des Rundfunkbeitrags von 17,50 Euro entspricht längst nicht mehr dem realen Aufwand", sagte der BR-Rundfunkratsvorsitzende Lorenz Wolf. "Legt man die derzeitige Rücklagenentnahme auf die Höhe des monatlichen Beitrags um, dann werden heute real 18,35 Euro verausgabt. Diese Rücklage wird bis 2020 gänzlich erschöpft sein. Mit 17,50 Euro wäre der vorgelegte Wirtschaftsplan 2019 nicht realisierbar." Dwdl.de, 06.12.2018 Weiterlesen    
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