Wie die Kultur beim WDR berechnet wurde

Vor fast einem Jahr stellte der Deutsche Kulturrat in Köln seine Studie „Der WDR als Kulturakteur“ vor. Nun machen die Media Perspektiven (10/2010) noch einmal den Anteil des WDR, insbesondere dessen Medienforschung, an der Studie deutlich. „Die Programmanalyse zur Ermittlung der Programmleistung der WDR-Programme im Bereich Kultur wurde für die bereits publizierte Studie „Der WDR als Kulturakteur“ (Deutscher Kulturrat erstellt. Die Operationalisierung des Kulturbegriffs wurde gemeinsam mit den Verfassern der Studie entwickelt und für die WDR-Programme angewendet. … Die Zuordnung der Programminhalte zu einer der drei Kulturkategorien erfolgte auf der Grundlage der inhaltlichen Anforderungen der Autoren der Studie“.

Und, was waren nun Beispiele für den engen Kulturbegriff? Zum Beispiel Nachrichten darüber, dass Marseille europäische Kulturhauptstadt wird, die „Ohrenbär“-Radiogeschichten für kleine Leute sowie ein Tagesgespräch über NS-Verbrechen vor Gericht. Zu Beiträgen des mittleren Kulturbegriffs wurden eingestuft: Kirche in 1live, Musik im WDR-2-Musikklub, die internationalen Pressestimmen beim Mittagsecho, ein Tischgespräch, in dem es u.a. um Unterhaltungsmusik ging sowie ein Gespräch darüber, dass Youtube Gewaltvideos verbannen will.

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Zitat der Woche
Spitzenvertreter von ARD und ZDF – darunter WDR-Intendant Tom Buhrow, der seit Januar 2020 ARD-Vorsitzender ist, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab und ZDF-Intendant Thomas Bellut wie auch Vorsitzende von Senderaufsichtsgremien wie der WDR-Rundfunkratsvorsitzende Andreas Meyer-Lauber – erklären, die Rundfunkbeitragshöhe läge in der aktuellen Periode 2017 bis 2020 real bereits bei 18,35 Euro (inklusive LMA-Anteil). Doch dies trifft, wie schon angeführt, nicht zu. Berücksichtigt man die bereits genannten Faktoren, läge die reale Beitragshöhe niedriger als 18,35 Euro; geschätzt dürften es etwa 18,20 Euro sein – doch auch dieser Betrag spiegelt noch nicht die reale aktuelle Beitragshöhe wider.   Volker Nünning, Medienkorrespondenz, 18.02.2020 (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)