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19:00 „DT64 Podiumdiskothek – COVERland“ @ Bildungs- und Kulturzentrum Peter Edel
„DT64 Podiumdiskothek – COVERland“ @ Bildungs- und Kulturzentrum Peter Edel
Mrz 8 um 19:00 – 21:00
Der Autor Stefan Lasch begibt sich in seinem Buch auf eine biografische, technische und politische Zeitreise vom analogen Staatsrundfunk (DT64) zum digitalen Bürgerradio (Radio T). Die persönliche Erinnerung ist unterhaltsam angereichert mit bisher nicht veröffentlichten[...]
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    ZDF-Intendantenbewerbung: ernstgemeinte Glosse?

     

    „FAS“-Feuilletonchef Claudius Seidl bewarb sich in einer Glosse für den Posten des ZDF-Intendanten. Seine Vorschläge gefallen vielen: Auf Facebook fand er ebenso Unterstützer wie unter Kollegen, heißt es bei sueddeutsche.de. „Ich habe früher fast täglich ferngesehen, gerne auch mal das ZDF; heute schaue ich gar nicht mehr fern, und beides, glaube ich, macht mich zum idealen Repräsentanten des Publikums“, begründet Seidl seine Kandidatur.

    Doch kann man Intendant sein, wenn man nicht Fernsehen sieht? Wen will er denn repräsentieren. Die über 70 Millionen, die Fernsehen sehen? Oder die 5 Millionen, die keine Lust auf Fernsehen haben? Die einen wollen ihr Programm, den anderen reicht ein Testbild. Und wieso soll der Intendant das Publikum repräsentieren? Geht das überhaupt? Sind die Ansprüche des Publikums nicht höchst unterschiedlich? Wen also will er repräsentieren?

     

     

    Die Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist es, einen Beitrag zur öffentlichen Meinungs- und Willensbildung zu leisten, damit der Demokratie „zu dienen“. Und so müsste Claudius Seidl Antworten auf die Frage geben, wie das ZDF dies aus seiner Sicht unter den gegebenen Randbedingungen (Vielzahl von Fernsehsendern, Vielzahl von Angeboten im Internet) besser als bisher leisten kann.

    Das Medienmagazin des Deutschlandfunks macht zu dieser „Spaßbewerbung“ einen längeren eigenen Beitrag. Seine Ambition sei es, die Gebühren zu senken und ein Programm zu etablieren, „das sich deutlich von dem der kommerziellen Anbieter unterscheidet“. Er will nicht das bringen, was den Bildungsauftrag erfüllt, sondern das, was es ohne Gebühren nicht gibt. In der taz liest sich das dann so: „Dabei braucht es Qualitäts- und Geschmackskriterien gar nicht, sondern die Frage, was gibt es auch umsonst, scheint mir evident zu sein.“ Viele Unterstützer hat er dafür noch nicht bekommen (2368 zum 1.Juni), wenn man zum Beispiel sieht, wie vielen dies bei Facebook gefällt.

    Doch selbst im Spaß bewirbt man sich nicht so wie in diesem Video von David Harnasch auf welt.de. Hier ist nicht nur die Bild-Qualität enttäuschend.

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    Onlinefilm.org

    Zitat der Woche
    Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
    Out of Space
    Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)