Zitat: Das Fernsehen der Zukunft

 

Richard Gutjahr: „SmartTVs sind eine Totgeburt, ein typischer Fall von D.O.A. – Dead On Arrival. Kaum einer nutzt die vielen unnötigen Features, weil diese – fest verbaut in einem nicht transportierbaren Kasten – in etwa soviel Sinn machen, wie ein Auto ohne Räder. Zusatzinfos ausgerechnet auf dem Schirm, auf dem man gerade ein Programm schauen möchte – wozu? Kein Mensch will E-Mails, Facebook-Nachrichten oder Tweets in 3-Meter-Entfernung auf einem Fernsehbildschirm lesen. Selbst der Zugriff auf die Mediatheken über die TV-Fernbedienung: zu langsam, zu umständlich, zu nervtötend.

Das Eingabegerät, das die Fernbedienung ablösen wird, ist das Smartphone, respektive das Tablet ….

Kurz: Das Fernsehen der Zukunft wird mehr Smartphone sein (mit Übertragungsmöglichkeit auf den großen Schirm), als Fernsehgerät mit unbrauchbaren Smartphone-Gimmicks.

Statt von SmartTVs werden wir künftig umzingelt sein von “dummen” Bildschirmen. Ob in der Küche, im Badezimmer oder unterwegs im Taxi, überall werden Informationstafeln und Werbebotschaften flimmern, vergleichbar mit einem Bildschirmschoner. An ausgewählten Orten lassen sich diese Screens auch als Projektionsfläche für individuellen Content ansteuern, beispielsweise für Präsentationen, Filme oder Computerspiele. Die Inhalte selbst liegen auf den Zentralservern eines Anbieters und können mit dem eigenen Mobilgerät (Smartphone, Tablet oder Armbanduhr) freigeschaltet und auf den jew. Bildschirm gebeamt werden.“

 

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Zitat der Woche
Spitzenvertreter von ARD und ZDF – darunter WDR-Intendant Tom Buhrow, der seit Januar 2020 ARD-Vorsitzender ist, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab und ZDF-Intendant Thomas Bellut wie auch Vorsitzende von Senderaufsichtsgremien wie der WDR-Rundfunkratsvorsitzende Andreas Meyer-Lauber – erklären, die Rundfunkbeitragshöhe läge in der aktuellen Periode 2017 bis 2020 real bereits bei 18,35 Euro (inklusive LMA-Anteil). Doch dies trifft, wie schon angeführt, nicht zu. Berücksichtigt man die bereits genannten Faktoren, läge die reale Beitragshöhe niedriger als 18,35 Euro; geschätzt dürften es etwa 18,20 Euro sein – doch auch dieser Betrag spiegelt noch nicht die reale aktuelle Beitragshöhe wider.   Volker Nünning, Medienkorrespondenz, 18.02.2020 (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)