Zitiert: Abbau der Doppelstruktur bei ARD und ZDF

Angesichts dieses drängenden Bedarfs erscheint die unbestreitbar vorhandene Doppelstruktur aus ARD und ZDF recht antiquiert, verstärkt sie doch einen publizistischen Ballungsraum. Entlang der vier subsidiären Schichten – Kommunen, Länder, Bund und Europa – ballt und überlappt sich die Investition der mehr als 8 Milliarden Euro an jährlichen Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag auf nur zwei dieser Ebenen, nämlich national und föderal. Dazu addiert sich dort noch das Gewicht kommerzieller Medien mit überregionaler Reichweite. Gleichzeitig ist im Lokalen und in Europa die journalistische Luft recht dünn. Wenn der Begriff „Marktversagen“ ein Kernargument für die Rechtfertigung der Existenz von öffentlich-rechtlichen Medien darstellt, dann wird die Notwendigkeit einer entsprechenden Umverteilung downstream und upstream umso deutlicher.

Olaf Steenfadt, medienkorrespondenz.de, 24.11.2020 (online)

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)