Zitiert: Aufmerksamkeits-Wirtschaft

Nach Eric Schmidt von Google werden die erfolgreichen Firmen des 21. Jahrhunderts jene sein, die die Aufmerksamkeit der Konsumenten an sich binden. Unsere Ablenkung ist also das erklärte Ziel großer Unternehmen. Sie machen unsere Aufmerksamkeit doppelt zu Geld: einerseits werden Produkte verkauft, andererseits Nutzerdaten gesammelt. Hannah Arendt glaubte, dass politische Menschen einen sicheren Rückzugsort brauchen, um ein öffentliches Leben führen zu können. Neben dem hell ausgeleuchteten öffentlichen Platz ist ein privater, dunkler Ort nötig. Wenn es diesen Raum nicht mehr gibt, sinkt der Wert dessen, was ein Einzelner der Gemeinschaft geben kann.

 

Jonathan Crary im Interview mit der Süddeutschen Zeitung, 19. September 2014, S. 13

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Spitzenvertreter von ARD und ZDF – darunter WDR-Intendant Tom Buhrow, der seit Januar 2020 ARD-Vorsitzender ist, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab und ZDF-Intendant Thomas Bellut wie auch Vorsitzende von Senderaufsichtsgremien wie der WDR-Rundfunkratsvorsitzende Andreas Meyer-Lauber – erklären, die Rundfunkbeitragshöhe läge in der aktuellen Periode 2017 bis 2020 real bereits bei 18,35 Euro (inklusive LMA-Anteil). Doch dies trifft, wie schon angeführt, nicht zu. Berücksichtigt man die bereits genannten Faktoren, läge die reale Beitragshöhe niedriger als 18,35 Euro; geschätzt dürften es etwa 18,20 Euro sein – doch auch dieser Betrag spiegelt noch nicht die reale aktuelle Beitragshöhe wider.   Volker Nünning, Medienkorrespondenz, 18.02.2020 (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)