Zitiert: Big Tech haben sich staatliche Aufgaben angeeignet

Jetzt haben wir das Problem, dass man Big Tech mit Aufgaben vertraut, die eigentlich staatlichen Stellen vorbehalten sind. Ob es sich nun um Urheberrechtsverletzungen, Hatespeech oder extremistische Propaganda handelt: Die Plattformen sollen entscheiden, was gelöscht wird und was nicht. Und das obwohl sie ziemlich schlecht darin sind, die Inhalte zu moderieren. Denn entweder automatisieren sie den Prozess und die Algorithmen treffen falsche Entscheidungen. Oder die Arbeit wird an schlecht bezahlte und häufig traumatisierte Arbeitskräfte ausgelagert. Und selbst wenn sie den Vorgaben gar nicht nachkommen, hat das kaum Konsequenzen. Denn selbst Strafen in Millionenhöhe jucken sie nicht.

Cory Doctorow, zeit.de, 23.05.2020 (online)

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Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)