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Mrz
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19:00 „DT64 Podiumdiskothek – COVERland“ @ Bildungs- und Kulturzentrum Peter Edel
„DT64 Podiumdiskothek – COVERland“ @ Bildungs- und Kulturzentrum Peter Edel
Mrz 8 um 19:00 – 21:00
Der Autor Stefan Lasch begibt sich in seinem Buch auf eine biografische, technische und politische Zeitreise vom analogen Staatsrundfunk (DT64) zum digitalen Bürgerradio (Radio T). Die persönliche Erinnerung ist unterhaltsam angereichert mit bisher nicht veröffentlichten[...]
Neueste Kommentare

    Zitiert: Die Schöne Frau hatte älter auszusehen

    Als einer der ersten erfaßte Godard, wie substantiell sich das damalige Modell weiblicher Schönheit veränderte. Auf uns wirken heute sogar die schönsten Schauspielerinnen in den „amerikanischen“ Filmen vor 1965 so, als hätten die Regisseure sie absichtlich häßlicher gemacht, entstellt durch Schminke, die allen denselben grüngelben Hautton verpaßte. Die Schöne Frau hatte älter auszusehen, etwa wie eine Vierzigjährige, auch wenn sie erst 25 war. Man setzte auf die juno­nische Makellosigkeit der Frau. Paradigmatisch dafür ist Sofia Loren, die mit ostentativer Majestät ihre erogenen Zonen zur Schau stellte. In Italien hieß es damals, sie wären „majorisiert“ (vergrößert), ein Neologismus, der wie das Gegenteil von „minorisiert“ (verkleinert) klang. Dann, ab der zweiten Hälfte der 1960er Jahre, sind die Frauen schön, wenn sie aussehen wie hübsche Girls, auch noch mit fünfzig Jahren. Heute gelten Frauen als schön, wenn sie Teenager bleiben, Minderjährige, kurz: unvollkommen. Godard hatte dieses teenagerhafte Hinübergleiten der Schönheit begriffen.

    Sergio Benvenuto, Lettre International, 139/2022 (online)

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    Zitat der Woche
    Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
    Out of Space
    Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)