Zitiert: Folgen der Wiederholungen bei ARD, ZDF und Deutschlandradio für Urheber

Obwohl die Wiederholeritis im ÖRR ein fast schon peinliches Niveau angenommen hat, profitieren Urheber*innen immer seltener davon, dass Ihre Werke mehr als einmal genutzt werden. Durch die Bereitstellung zum Download oder als Podcast sind Zweitverwertungsmöglichkeiten nahezu vollständig ausgefallen, Übernahmen durch andere Sender sind drastisch zurückgegangen. Verbliebene Neu-Produktionen werden immer mehr in Sender ohne schützenden Urhebertarifvertrag oder gleich in nicht tarifgebundene Produktionsfirmen verlagert. Autor*innen im Tagesgeschäft bekommen immer häufiger Honorare, die einen Wiederholungsanspruch von vornherein ausschließen. Die in Planung befindlichen Kompetenzzentren der ARD treiben den Urheber*innen zusätzlichen Angstschweiß auf die Stirn. Durch die bislang geltende Rechnung, dass Kreative von Ersthonoraren plus Wiederholungshonoraren plus Sozialleistungen leben, wird von den Sendern ein immer dickerer Strich gemacht.

Manfred Kloiber, verdi.de, 18.10.2023 (online)

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Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)