Zitiert: Frauen der Geschichte – Zur Emanzipation gezwungen

Cleopatra, Maria Theresia und Clara Schumann – sie alle sollen „moderne“ Frauen gewesen sein. Was heute als modern gedeutet wird, ist allerdings häufig auf schiere Notwendigkeit zurück zu führen. …

Der Marketingtrick ist einfach: Will man Frauen von gestern für ein Publikum von heute interessant machen, bewirbt man sie als „modern“. …. Wenn in der Geschichte eine Frau etwas erreichte, was sonst Männern vorbehalten war, wird sie im Rückblick zur Modernen erklärt, selbst wenn erst die Bedingungen ihrer Zeit und ihrer Stellung in dieser (durch Gaben, Geburt, Heirat oder anderes) sie zum dem machten, was sie war. Die Sehnsucht nach weiblichen Identifikationsfiguren ist groß, das ist verständlich, es gibt nicht viele Frauen von früher, mit denen man heute tauschen wollte.

Ursula Scheer, faz.net, 29.04.2019 (online)

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Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)