Zitiert: Journalismus muss einordnende Funktion haben

Politikerinnen und Politiker wollen Politik machen, und die Journalistinnen und Journalisten sind Beobachter. Sie analysieren, sie bewerten, sie wählen aus – das ist ihr Job. Und sie sollen auch das, was Politikerinnen und Politiker machen, als Watchdog begleiten, also kritisch sein. Sie sollen ständig kritisch sein. Das ist ihr Auftrag, das ist ihre Aufgabe – deshalb wollen wir den Journalismus. Sie sind keine Sprachrohre, die die Verlängerung der Politikerinnen und Politiker sind. … Der Journalismus hat auch prononcierte Auswahl- und Kommentarfunktion. Es ist an uns, den aufgeklärten Bürgerinnen und Bürgern, mit diesen Sachen umzugehen, diese wiederum zu kritisieren, vielleicht einen anderen Sender zu wählen, eine andere Zeitung zu lesen – das ist die Aufgabe auch der Bürgerinnen und Bürger. Das ist ja keine einseitig gerichtete Kommunikation, wo einer absendet und alle müssen das Gleiche rezipieren. Nein, wir können wählen und auswählen.

 

Otfried Jarren, Medias Res vom Deutschlandfunk, 13.11.2018, (online)

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"Die aktuelle Höhe des Rundfunkbeitrags von 17,50 Euro entspricht längst nicht mehr dem realen Aufwand", sagte der BR-Rundfunkratsvorsitzende Lorenz Wolf. "Legt man die derzeitige Rücklagenentnahme auf die Höhe des monatlichen Beitrags um, dann werden heute real 18,35 Euro verausgabt. Diese Rücklage wird bis 2020 gänzlich erschöpft sein. Mit 17,50 Euro wäre der vorgelegte Wirtschaftsplan 2019 nicht realisierbar." Dwdl.de, 06.12.2018 Weiterlesen    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)