Zitiert: Markt sichert Medienvielfalt nicht

Der deutsche Medienmarkt wird von einer Handvoll riesiger Medienkonzerne beherrscht (vgl. Statista 2018). Und trotzdem schaffen sie es, uns weiszumachen, dass das voll in Ordnung ist und die Vielfalt der Meinungen nicht beeinträchtigt wird. Mal ganz abgesehen davon, dass das den Grundlehren des freien Marktes widerspricht und damit auch den Grundideen des Kapitalismus: Wie blöd sind wir eigentlich, darin kein Problem zu sehen? Die Konzentration der Medienlandschaft verengt das Meinungsbild schon allein dadurch, dass das Management von oben nach unten Entscheidungen trifft, die kritischen Journalisten von Anfang an keinen Zugang in das System ermöglichen (vgl. Klöckner 2019). Das ist der Anfang aller Manipulation. Die Auswahl der Mitarbeiter.

Lennard Cramer: Wer will die Welt verraten? In: Michael Meyen (Hrsg.): Medienrealität 2019. https://medienblog.hypotheses.org/7543 (26.11.2019)

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Spitzenvertreter von ARD und ZDF – darunter WDR-Intendant Tom Buhrow, der seit Januar 2020 ARD-Vorsitzender ist, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab und ZDF-Intendant Thomas Bellut wie auch Vorsitzende von Senderaufsichtsgremien wie der WDR-Rundfunkratsvorsitzende Andreas Meyer-Lauber – erklären, die Rundfunkbeitragshöhe läge in der aktuellen Periode 2017 bis 2020 real bereits bei 18,35 Euro (inklusive LMA-Anteil). Doch dies trifft, wie schon angeführt, nicht zu. Berücksichtigt man die bereits genannten Faktoren, läge die reale Beitragshöhe niedriger als 18,35 Euro; geschätzt dürften es etwa 18,20 Euro sein – doch auch dieser Betrag spiegelt noch nicht die reale aktuelle Beitragshöhe wider.   Volker Nünning, Medienkorrespondenz, 18.02.2020 (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)