Zitiert: Medienkonvent für die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

Werbefreiheit, Freigabe der Archive, mehr Lokaljournalismus, mehr Mitsprache fürs Publikum, weniger Einrede der Politik. Eigene digitale Plattformen unabhängig von Weltenherrscher-Oligarchen. Ich hätte es gleich unterschrieben, wenn nicht bunt drunter erbrochen ein Hagel von 60er-Jahre-Trödel käme wie „Radiokunst Hörspiel“, Arbeit „überwiegend in Festanstellung“ oder der Ausschluss von Produktionsfirmen. Und immer wieder Hass auf Quote und Reichweite, der die Grundsatzfrage stellt: Warum wollen Menschen bei Massenmedien arbeiten, die die Massen verabscheuen oder bestenfalls belehren wollen? Parallel dazu entwickelt die „Deutsche Akademie für Fernsehen“ eine „road map“ zu einem „Medienkonvent“. Dort sind auch die Neuen Deutschen Medienmacher und die Arbeitsgemeinschaft der RedakteurInnen-Ausschüsse engagiert, was in Summe den mittleren Schwurbelkoeffizienten stark senken sollte. Hin zu einem notwendigen Streit um den ÖRR.

Friedrich Küppersbusch, taz.de, 07.04.2024 (online)

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Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)