Zitiert: Medienqualität in Deutschland, Schweiz und Österreich

Medien leisten einen unverzichtbaren Beitrag zum Funktionieren der Demokratie: Ein qualitativ hochwertiges publizistisches Angebot ist Grundvoraussetzung für den freien Austausch von Meinungen und Positionen. Durch die Digitalisierung hat sich die Diskussion um Medienqualität intensiviert, denn angesichts der tiefgreifenden Umbrüche in den Medienmärkten erscheint fraglich, wie Medienqualität dauerhaft sichergestellt werden kann. Dazu braucht es eine umfassende Bestandsaufnahme der demokratischen Performanz von Mediensystemen und der strukturellen Faktoren, die sie beeinflussen.

Diese Forschungslücke schließt das Projektvorhaben, eine ländervergleichende Inhaltsanalyse der demokratischen Medienqualität in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Medienperformanz wird hierbei für jeden Qualitätsstandard durch einen Abgleich der inhaltsanalytischen Ergebnisse mit externen Vergleichsmaßstäben beurteilt. Ergänzend soll aus der Nutzerperspektive die Frage beantwortet werden, welche Bevölkerungssegmente faktisch welche Medienqualität rezipieren. Durch die bislang kaum vorhandene Verbindung von Qualitätsforschung und Komparatistik kann im Kontext des Ländervergleichs zudem gezeigt werden, wie sich unterschiedliche strukturelle Faktoren auf der Mikro-, Meso- und Makroebene auf Medieninhalte auswirken.

DACH-Projekt „Media Performance and Democracy“, Uni Mainz (online)

Kommentar verfassen

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Spitzenvertreter von ARD und ZDF – darunter WDR-Intendant Tom Buhrow, der seit Januar 2020 ARD-Vorsitzender ist, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab und ZDF-Intendant Thomas Bellut wie auch Vorsitzende von Senderaufsichtsgremien wie der WDR-Rundfunkratsvorsitzende Andreas Meyer-Lauber – erklären, die Rundfunkbeitragshöhe läge in der aktuellen Periode 2017 bis 2020 real bereits bei 18,35 Euro (inklusive LMA-Anteil). Doch dies trifft, wie schon angeführt, nicht zu. Berücksichtigt man die bereits genannten Faktoren, läge die reale Beitragshöhe niedriger als 18,35 Euro; geschätzt dürften es etwa 18,20 Euro sein – doch auch dieser Betrag spiegelt noch nicht die reale aktuelle Beitragshöhe wider.   Volker Nünning, Medienkorrespondenz, 18.02.2020 (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)