Zitiert: Mehr eigene Recherche und Urteilskraft im Journalismus

 

 

Die dapd nachrichtenagentur bietet eine Serie zur Debatte um den Wert von Qualitätsjournalismus. Der Hörfunkdirektor des Mitteldeutschen Rundfunks, Johann Michael Möller, fordert in seinem Beitrag mehr eigene Recherche und Urteilskraft im Journalismus: „Der Typus des erfahrenen Fachjournalisten, der mit seinem Können und Wissen versucht, den Dingen auf den Grund zu gehen und dafür mit seinem guten Namen bürgt, verschwindet zu Gunsten der Heerscharen namenloser Contenterzeuger und einiger weniger Popjournalisten, die man für Edelfedern hält.“

 

Qualität ist für ihn nicht an die Mediengattung gebunden. Die die Krise der gedruckten Zeitung sei nicht zugleich die Krise des Qualitätsjournalismus. „Und was wir außerdem wieder lernen müssen, ist die schlichte Tatsache, dass auch journalistische Qualität ihren Preis hat. Unsere Gesellschaft sollte in diesen komplizierten Zeiten wieder bereit sein, sich ihre verlässliche Unterrichtung und demokratische Teilhabe etwas kosten zu lassen. Und unsere Repräsentanten müssen begreifen, dass die Entwertung des Qualitätsjournalismus einhergeht mit dem Glaubwürdigkeitsverlust ihrer Politik.“

 

 

 

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Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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