Zitiert: Newsletter galten lange Zeit als überholt

Doch das hat sich geändert. Aus den USA kommt der Trend, dass auch einzelne Journalistinnen und Journalisten ihre Inhalte im Abo direkt an ihre zahlende Leserschaft ausschließlich mailen. Sie stehen weder im Netz noch in gedruckten Medien. Wer Insider-Infos für zahlungsbereite Kundschaft liefert, kann damit sogar Geld verdienen. Einfach ist das allerdings nicht.

In einer Umfrage der PR-Agentur „Frau Wenk“ nannten 2020 die meisten der 55 befragten Entscheider*innen aus der Digitalbranche Newsletter als ihre wichtigste Informationsquelle. Tatsächlich erreichen Portale wie t-online oder Fachdienste wie Politico Europe damit sehr viele Leserinnen und Leser. …. Newsletter sind gefragt. Aber damit Geld zu verdienen ist ein langer, mühsamer Weg. …. Für Firmen und Organisationen kostet das Paket mit mehreren Politico Newslettern zu unterschiedlichen Themen zwischen 12.000 und 13.000 Euro im Jahr. 2020 setzte Politico Europe nach eigenen Angaben 23,5 Millionen Euro um. 60 Prozent der Einnahmen komme aus den Abos, der Rest aus Werbung in den kostenlosen Newslettern. So mache das Unternehmen inzwischen Gewinn.

Robert B. Fishman, M(verdi), 05.05.2021 (online)

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)