Zitiert: Präzise über unrechtmäßige Polizeigewalt reden

Der Begriff „Polizeigewalt“ wird meist im Zusammenhang mit unrechtmäßiger Gewalt verwendet – ist aber nicht ganz zutreffend. Denn Polizistinnen und Polizisten dürfen laut Gesetz Gewalt anwenden – in bestimmten Situationen und auf bestimmte Art und Weise. …. Der Begriff „Polizeigewalt“ ist dabei erst mal grundsätzlich richtig. Denn Polizistinnen und Polizisten üben das Gewaltmonopol des Staates aus, sie dürfen laut Gesetz Gewalt anwenden – in bestimmten Situationen und auf bestimmte Art und Weise …. Was Kritiker in den konkreten Fällen aber meinen, ist nicht „Polizeigewalt“ an sich – sie meinen übertriebene Polizeigewalt, unzulässige, unrechtmäßige, rechtswidrige, illegale Polizeigewalt – man kann auch von Übergriffen sprechen. …. Wenn Medien über Vorwürfe von „Polizeigewalt“ sprechen, reicht das nicht aus – deutlicher ist es, wenn sie betonen, dass es um Fälle geht, die nicht vom Gesetz gedeckt sind.

Stefan Fries, @mediasres vom Deutschlandfunk, 18.08.2020 (online)

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Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)