Zitiert: Propaganda hat jetzt Hochsaison

Emmanuel Macron und andere verwenden in ihren Reden Kriegsvokabular. Historikerin Barbara Stelzl-Marx analysiert, was der Hintergedanke dieser martialischen Rhetorik ist. …. Kriegsrhetorik steht bei Macron, italienischen Medien oder Donald Trump im Zusammenhang mit der Corona-Krise hoch im Kurs. Ist dieser Stil der Rhetorik tatsächlich angebracht? Der KURIER sprach mit Historikerin Barbara Stelzl-Marx, die kürzlich als Wissenschafterin des Jahres ausgezeichnet wurde. …. Als Krieg per se kann man die momentane Situation nicht bezeichnen. Denn Krieg ist die älteste Form von organisierter Gewalt, die man als legitimiertes Töten von Menschen, die als Feinde der eigenen Gruppe gelten, bezeichnet. …. „Im Krieg muss man Opfer bringen.“ Das ist eine Schlüsselaussage. Diese Botschaften sind eher als Kriegsmetapher zu bezeichnen, die als eine Form Propaganda genutzt wird, um der Bevölkerung den Ernst der Lage zu vermitteln. Um auch die Maßnahmen, die den Alltag und die Wirtschaft in allen Facetten so maßgeblich verändern und beeinträchtigen, akzeptabel in der Bevölkerung zu machen.

Ida Metzger, Kurier.at, 29.03.2020 (online)

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Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)