Zitiert: Rückkehr zur Normalität hieße, Pandemien nicht verhindern zu können

Dass die Globalisierung in Verbindung mit der steigenden Nachfrage nach tierischem Eiweiß und der fraktalen Landwirtschaft am Rande der Regenwälder diese Ausbrüche wahrscheinlicher macht, und dass wir dringend die Laborkapazitäten ausbauen und mehr in die Gesundheitsversorgung an vorderster Front investieren müssen, wenn wir eine Chance haben wollen, in Zukunft schneller zu reagieren (…) Solche Erkenntnisse sind wichtig, weil sie unterstreichen, dass Infektionskrankheiten Teil eines ökologischen Netzes sind, das seinerseits von einer Konstellation wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Faktoren beeinflusst wird, und dass Pandemien wahrscheinlicher werden, wenn unsere Welt aus dem Gleichgewicht mit der Natur gerät.”

Die von Politikern und Journalisten gern beschworene “Rückkehr zur Normalität” wäre also eine “Rückkehr” in einen Zustand, in dem wir keine Chance haben, Pandemien zu verhindern.

René Martens, MDR Altpapier, 20.01.2022 (online)

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Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)