Zitiert: TED will Dinge teilen, die wichtig sind

Als TED groß wurde, war die Medienwelt ja noch nicht so wie heute. 2006 fingen wir mit den TED-Talks an, da war es technisch mit Youtube gerade erst möglich geworden, Videos im Netz zu streamen. Und die Leute waren begeistert, dass es da wunderbare Inhalte gab und nicht nur Katzenvideos. Wir waren ja selbst erstaunt, wie stark sich die TED-Talks als virale Videos durchsetzen konnten. Traditionelle Medien veröffentlichen vor allem Nachrichten und Unterhaltung, und das noch auf einer komprimierten Zeitschiene. Das hat eine begrenzte Lebensdauer. TED hat da eine andere Stoßrichtung. Viele Leute begriffen: Starke Ideen sind die Superkraft der Menschheit, die unsere Geschichte mehr geprägt hat als alles andere. […]

Ich glaube, die Menschen wollten ihre Begeisterung einfach weitergeben. Die sagten sich, wenn mir ein Video so viel geben kann, soll es das auch für meine Freunde und Familie. Deswegen war das bei uns nie die verzweifelte algorithmische Jagd nach maximaler Aufmerksamkeit. Wir versuchen, Dinge zu teilen, die wichtig sind und die für jemanden und vielleicht für die Welt langfristig etwas bewirken.

Chris Anderson, sueddeutsche.de, 03.03.2025 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)