Zitiert: Wann man etwas sagen darf

Wenn ich meine Meinung zu Manchester United äußere, und ich bin ein einfacher Fan, wird sich niemand für meine Aussagen interessieren. Wenn ich in dieser Kultur über meine Vorstellung bezüglich des Weltfriedens spreche, wird man mir sagen: „Du bist nur ein Musiker.“ Oder: „Du bist in einer Gegend aufgewachsen, in der immer Frieden herrschte. Du hast kein Recht, über das Thema zu sprechen.“ …

Natürlich mag es auf der individuellen Ebene sinnvoll sein, wenn jemand wie ich eine Debatte, die mit Expertise oder tiefem Einblick geführt gehört, nicht mit seiner Ahnungslosigkeit verschmutzt. Es kann uns durchaus weiterbringen, wenn ich weniger rede. Aber meiner Meinung nach tut es der westlichen und auch jeder anderen Gesellschaft gut, wenn es eine robuste Debatte gibt. Und zwar eine, an der sich alle beteiligen. Nur so kommt man zu einem echten, gesamtgesellschaftlichen Konsens.

Billy Corgan, sueddeutsche.de, 21.9.2022 (online)

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)