Zitiert: Wer wird die Probleme in ARD und ZDF endlich anpacken?

Jetzt muss sich niemand, wirklich niemand mehr die ewige Drohung mit schlechterem Programm reinziehen, sollten Rundfunkgebühren mal nicht oder kaum erhöht oder gar reduziert werden. Weniger Cash gleich miesere Sendungen, diese Gruselgleichung ist das ständige Mantra von ARD-Führungskräften in jedem Gespräch, in dem es ums Geld geht, und auf diese Weise wird das Nachdenken über Finanzierungs- und Reformfragen seit Jahren zackig wieder eingestellt. […]

Dass die ARD ihre Bosse mit Säcken voll Geld in den Sonnenuntergang reiten lässt und gleichzeitig die hundertvierte Quizshow sendet, statt mit Premiumprogramm zu protzen, ist indiskutabel. Und es ist unanständig, dass ARD-Sendungen oft genug von freien Journalisten gemacht werden, die man zwischen prekären Zeitverträgen zappeln lässt, während Ruhende Ruhegeld erhalten […]

Es gibt bei der ARD, um diese Feststellung kommt auch der größte Fan nicht länger herum, nicht nur Einsparpotenzial, es gibt eine Einsparpflicht. Nur: Wo ist jemand in der ARD, der jetzt endlich richtig unruhig wird und die Sache anpackt?

Laura Hertreiter, sueddeutsche.de, 26.10.2022 (online)

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Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)