Zitiert: Wie die Sender bei Dritten sparen

Der Jurist Steffen Schmidt-Hug arbeitet seit 1996 als Medienanwalt und war unter anderem Geschäftsführer des Bundesverbandes Regie (BVR). Seit 2008 betreut er als selbstständiger Rechtsanwalt und Agent Filmschaffende in allen beruflichen Fragen. Er beschreibt den Status quo folgendermaßen: „Früher hatten Produktionsfirmen 30 Tage Zeit, um einen Fernsehfilm herzustellen. Die Sender zahlen nach wie vor im Schnitt 1,35 Millionen Euro für einen Film, aber die Produktionskosten sind natürlich gestiegen, weshalb die Zahl der Drehtage auf 20 reduziert werden musste.“ Dies habe zwangsläufig eine „brutale Verdichtung“ zur Folge, 70 Wochenstunden seien längst normal. Weil zwischen den einzelnen Arbeitstagen eine gesetzliche Ruhezeit von elf Stunden einzuhalten sei, würden Nachtdrehs immer weiter Richtung Wochenende verschoben, so dass schließlich in der Nacht von Freitag auf Samstag quasi durchgehend gedreht werde.

Tilmann Gangloff, epd medien 28/2019, 19.07.2019 (nicht online)

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)