2004: Gruner+Jahr benennt Egon-Erwin-Kisch-Preis in Henri-Nannen-Preis um

Bei Gruner+Jahr kamen sie ja erst 2004 auf die Idee, den Preis nach Henri Nannen zu benennen. Bis dahin hieß er Egon-Erwin-Kisch-Preis. Die ersten Nannen-Preisträger wurden dann 2005 gekürt. Die Umbenennung sei “sehr gewagt” gewesen angesichts dessen, dass man wusste, dass Nannen “eine enge Attachierung an das NS-Regime hatte”, sagt Hachmeister. Ihm sei “unklar”, warum man das “ohne Not” getan habe. Unter Anspielung auf einen Begriff aus dem Tennis, spricht er von einem “unforced error”. Zur Zeit der damaligen Umbenennung regierte beim “Stern” eine Doppelspitze aus Thomas Osterkorn und Andreas Petzold.

René Martens, MDR Altpapier, 24.6.2022 (online)

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Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)