ARD im Rechtfertigungs-Modus

„Die große Rechtfertigungs-Show“, titelt SpOn und kommt zum Schluss: „Der “ARDcheck” wirkte weitenteils wie eine Hauptversammlung vor Kleinaktionären, die versehentlich ins Abendprogramm gerutscht ist und bei der zwei blasse Manager auf Entlastung des Vorstands hinwirken – die Geschäftsführung soll gebilligt, die Arbeit gewürdigt und das Vertrauen ausgesprochen werden. Eine Übung in Transparenz, ein beflissenes Ausstellen staatstragender Relevanz.“

Auch Michael Hanfeld (FAZ) sieht die Sendung, die von 1,62 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern gesehen wurde, kritisch: „Die Senderchefs Tom Buhrow und Lutz Marmor stehen den Zuschauern Rede und Antwort: nichts als die nackte Wahrheit. Das war der Plan. Was wird daraus? Ein Schattenspiel, über das man sich amüsieren könnte, hätte man nicht einen so hohen Eintritt bezahlt.“

 

Und das Team vom ARDCheck zeigt immer wieder, wie man Fragen auch mal nicht oder auch irreführend beantwortet. Nur ein Beispiel: „Werden Dokumentationen früher gesendet, finden sie nicht unbedingt mehr Publikum. Viele Inhalte kommen ja auch in die Mediathek – dann können Sie entscheiden, wann Sie schauen.“ Meistens haben spätere Dokumentationen zwar einen höheren Marktanteil, aber insgesamt und absolut gesehen weniger Zuschauer als zu einem früheren Zeitpunkt gesendete. Die Möglichkeit, dass man mit einem niedrigeren Marktanteil zu früherer Sendezeit absolut mehr Zuschauer erreichen kann als bei einem höheren Marktanteil zu späterer Sendezeit blendet das Team aus.

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