Im 21. KEF-Bericht kann man nachlesen (S. 326), dass die Mittel für den Kinderkanal in vier Jahren um 3,6 Millionen Euro steigen sollen. Für 2017 waren 87,96 Mio. Euro eingeplant, 2020 stehen dann 91,56 Mio. Euro zur Verfügung. Insgesamt soll der KiKa in den vier Jahren 359, 1 Mio. Euro erhalten. Dies ist eine Steigerung von 15,4 Mio. Euro gegenüber den Jahren 2013 bis 2016. Das klingt gut. Auf den ersten Blick gesehen investieren ARD und ZDF ins Kinderprogramm.
Nun, bei den Zahlen für 2017 bis 2020 handelt es sich um PLAN-Zahlen. Nicht jeder PLAN wird Realität. So hatte die KEF den Sendern zwei Jahre zuvor, im 20. KEF-Bericht (S. 328), Mittel in Höhe von 365,3 Mio. Euro für den KiKa anerkannt. Legt man diese Summe zugrunde, dann haben die Sender beschlossen, dem KiKa den Vier-Jahres-Etat um 6,2 Mio. Euro zu kürzen. Diese Kürzungen zu Lasten des KiKa sind kein Einzelfall.
Auch nimmt sich die Etat-Steigerung des KiKa auf 91,59 Mio. Euro im Jahr 2020 nicht mehr so groß aus, wenn man weiß, dass schon im 16. KEF-Bericht (S. 222) verzeichnet ist, dass der Kinderkanal im Jahr 2012 (!) über einen Etat von 93,2 Mio. Euro verfügen sollte.
Seit 2009 ist der Rundfunkbeitrag nicht gestiegen. Seitdem ist offensichtlich auch der Etat des KiKa konstant. In 2009 lagen die Ausgaben bei 87,9 Mio. Euro, 2016 waren es 88,0 Mio. Euro. (19. KEF-Bericht, S. 230). Und dies, obwohl durch den Rundfunkbeitrag die Sender mehr Geld zur Verfügung haben, obwohl die KEF den Sendern steigende Mittel, auch für den KiKa, anerkannt hat.