Mich beschäftigt vor allem die in der Debatte über Twitter hier und da vertretene These, Twitter sei das, was man daraus macht: Man habe über den „Folgen“-Button selbst unter Kontrolle, ob man Müll sieht oder Tolles. Das stimmt zum Teil – aber nur für den einzelnen. Die Bedeutung und Wirkungsweise von Social Media sind damit nicht erfasst. Ebenso stimmt es, dass ein einzelner durch Auswandern verhindern kann, mit Verkehrspolitik behelligt zu werden. Das sagt aber auch nichts über die Verkehrspolitik. Klaus Raab, MDR Altpapier, 26.9.2022 (online)
Zitiert: Wie Sender, Blätter und die Politik dem Espressogeschwätz anheimfallen
Obwohl inzwischen aber jeder weiß, dass sich die Gender-Debatte wie etwa auch der Dreadlock-Diskurs unlösbar ins Gewinde verfangen haben, jagen Konzertveranstalter weiterhin Filzlocken von der Bühne. Universitäten verzichten auf ihre akademische Deutungshoheit und laden Referentinnen aus, nicht weil sie müssen, sondern weil…
