Zitiert: Journalisten machen sich zur Marke

Journalisten machen sich mit Meinungsäußerungen zur Marke, während politische Akteure sich eigene Kanäle schaffen, um die jeweilige Zielgruppe direkt zu erreichen. Derzeit wird viel über sogenannte Newsrooms diskutiert, mit deren Hilfe Parteien und Ministerien ihre Öffentlichkeitsarbeit in sozialen Medien professionalisieren wollen – oft auch mit der Expertise gelernter Journalisten. Das Ziel: auf die Minute geplante Tweets, auf bestimmte Gruppen zugeschnittene Bilder, in Diskurse einsteigen, die trenden. Ob sie gesellschaftlich relevant sind, ist dabei manchmal nachrangig.

Mey Dudin: Politiker setzen in der Kommunikation auf soziale Netzwerke, epd medien, 28/2019, S. 3

Zitiert: Demoskopie nicht mehr als ein Mittel zur Suche nach der Wahrheit

Vielleicht sollte in dieser hitzigen Debatte der Demoskopen an die Worte von Elisabeth Noelle-Neumann erinnert werden: »Die Zahlensprache der Demoskopie habe ich erlernt, weil ich ein Erkenntnismittel suchte, das soweit wie möglich unabhängig von meinen Vorurteilen und Wünschen sein sollte; und weil ich ein Ausdrucksmittel suchte, das im Streit der Parteien Bestand haben würde, die Sprache der Zahlen, nachzuzählen, wiederholbar, überprüfbar. Aber doch tatsächlich mit der gleichen Absicht wie Schriftsteller und Dichter – auf der Suche nach Wahrheit.«

Elisabeth Noelle-Neumann zitiert von Lukas Brenner, Katapult, 13/2019 (online)

Zitiert: 10.000 Kommentare sind bei 81.000.000 Menschen ein Bruchteil

In einem Land von 81 Millionen Menschen sind selbst Zehntausende Kommentare erstens nur ein Bruchteil. Zweitens kommen viele davon von ein und derselben Person, die gleichzeitig auf mehreren Plattformen aktiv ist. Viele Kommentare sind gesteuert, lanciert von bekannten Multiplikatoren oder Influencern. Manche kommen aus Trollfabriken. Sie werden aufgegriffen von einschlägig bekannten Politikerinnen und Medienvertretern, die das Netz ebenso wenig verstehen oder Interesse an der Richtung des Shitstorms haben

Lamya Kaddor, t-online.de, 02.01.2020 (online)

Zitiert: Warum es der Konkurrenz von ARD und ZDF bedarf

Die Sender von ARD und ZDF haben beim Gesamt-Fernsehmarkt etwa 50 Prozent Marktanteil. Wenn man nur die Politiksendungen betrachtet, kommen wir auf mindestens 80 Prozent. Deshalb finde ich es wichtig, dass es den inhaltlichen Wettbewerb zwischen ARD und ZDF gibt, dass wir gegenseitig Benchmark füreinander sind.

Thomas Bellut, dwdl.de, 23.10.2019 (online)

Zitiert: Öffentlich-rechtlicher Rundfunk muss die Mediatisierung der Politik analysieren ….

… anstatt sie selbst zu betreiben. Zu dieser basalen Pflicht- und Selbstverständigungsaufgabe gehörte die Förderung sozialer Praktiken, die den Bürger immunisieren gegen Clownspolitiker und die Monumentalisierung des Moments. Wo wir dem Allzeit-Diktat des Moments gehorchen, dort wächst die Gefahr, dass wir den…