Zitiert: Standortvorgaben treiben Rundfunkbeitrag nach oben

Die Kommission weist in ihrem Bericht auch darauf hin, dass es vor allem in den Staatsverträgen der ARD Vorgaben zu Standorten gebe, die den Rundfunkanstalten ein wirtschaftliches Arbeiten erschwerten. Mehr als ein Drittel der Standorte sei in den Staatsverträgen vorgeschrieben. Diese Vorgaben seien zum Beispiel beim MDR sehr „kleinteilig“ und verursachten hohe Kosten in Millionenhöhe, erklärte das KEF-Mitglied Kay Barthel.

Epd Medien, 20.02.2026 (online)

Zitiert: Was Recherche nicht bedeuten darf

Ich habe eine These – jetzt suche ich Material, das sie stützt. Sondern: Das Material liegt vor, und man muss es einordnen in KI-Slop, echt oder nicht belegbar. Alles andere untergräbt Vertrauen. Ein Nachrichtenbeitrag sagt implizit: Hier sehen Sie Wirklichkeit, jedenfalls einen überprüften Ausschnitt davon. Wenn ein KI-Video als vermeintlicher Beleg für brutales Vorgehen dient, wird diese implizite Zusage nicht eingehalten.

Ann-Kathrin Leclere, taz.de, 20.02.2026 (online)

Zitiert: Wie man Radio langweilig macht

Das Erfolgsrezept ist ganz einfach: Wer in Altersgruppen, Zielgruppen oder Abschaltfaktoren denkt, macht das Radio langweilig. Lasst Moderatoren ans Mikrofon, die etwas zu sagen haben, spontan sind, live on air mit Hörern reden und auch mal ein Lied spielen, das nicht auf der Playlist steht. Nur Radio, über das man redet, ist relevant. Das Alter von Moderator, Songs und Publikum ist Nebensache.

Jörn Krieger, Radioszene, 17.02.2026 (online)

Zitiert: Westdeutsche Verlage im Osten

Es ist tatsächlich bemerkenswert, dass der Zeitungsmarkt im Osten bis heute weitgehend von westdeutschen Verlagen geprägt ist, dass die großen überregionalen Zeitungen und Magazine in München, Frankfurt, Hamburg oder Berlin erscheinen, dass die ARD-Hauptnachrichten in Hamburg produziert werden, das ZDF seinen Sitz in Mainz hat, das Deutschlandradio seinen in Köln.

Das prägt die Perspektive. Es ist immer der verwunderte Blick aus der Ferne, von außen. Und so kann der Eindruck entstehen und auch berechtigt sein, dass „die Medien“ etwas sind, das einen von oben beäugt.

Ralf Heimann, MDR Altpapier, 20.02.2026 (online)