Zitiert: Die Rolle sucht den Schauspieler aus

Ich persönlich finde es wichtig, dass man gut mit der Regie zusammenarbeiten kann. Schauspielerei ist ein Beruf, bei dem man sich emotional öffnen muss. Da sollte die Chemie stimmen. Aber letztlich ist „aussuchen“ der falsche Begriff. Ich werde zu Castings eingeladen und spiele dort vor. Und es gibt mehr Ablehnungen als Engagements. Das ist völlig normal. Insofern sucht die Rolle auch mich aus.

Peter Schneider, digitalfernsehen.de, 06.11.2025 (online)

Zitiert: Anarchie und Disziplin zusammen ein kreativer Motor

Mein Großvater war ein Doppelmörder, von daher hatte ich da keine Berührungsängste. Der hat im Affekt seine Frau und seinen Nebenbuhler erschossen und ist dann lang gesessen in Koblenz, Bad Ems, da oben war das. Der eine Großvater Polizist, der andere Doppelmörder, das war das Spannungsverhältnis. Eines habe ich gelernt: Anarchie und Disziplin kombiniert ist gut. Anarchie allein führt zu nix, Disziplin allein führt zu nix, aber miteinander ist das ein unheimlich kreativer Motor.

Sigi Zimmerschied, sueddeutsche.de, 30.10.2025 (online)

Zitiert: Man sollte sich nicht von der Macht auf ihr Terrain locken lassen

Vor allem sollte man sich von der Macht nicht auf ein Gelände locken lassen, wo sie sich auskennt und ein Heimspiel hat und man garantiert den Kürzeren zieht. Nicht reflexartig das tun, was erwartet wird, sich mal seitwärts in die Büsche schlagen…

Zitiert: Welche Witze sind angebracht

Stellt sich die Frage: Sind Witze über die Haare von Friedrich Merz besser als die über körperliche Zustände von Politikerinnen? Auf der anderen Seite ist das Geheimnis des Erfolgs von Carolin Kebekus immer schon gewesen, dass sie auf damenhafte Zurückhaltung pfeift und über Popel, Kacka und Pipi witzelt, was wenig feingeistig ist, unter männlichen Komikern aber weitverbreitet. Ist offensichtlich gefragt, müssen Frauen auch dürfen.

Susan Vahabzadeh, sueddeutsche.de, 06.11.2025 (online)

Zitiert: Journalisten können ohne Agenda sein

In dem großen Kampf um öffentliche Aufmerksamkeit sind Journalistinnen und Journalisten – zumindest theoretisch – die Einzigen, die auf der Seite der Leserinnen und Leser stehen. Alle anderen, Unternehmen, Parteien, Verbände und so weiter, haben ihre eigene Agenda.

Stefan Niggemeier, turi2, 06.11.2025 (online)