Zitiert: Menschen „noch besser mitnehmen“

Wenn dann Medien (oder auch Politiker wie jüngst Friedrich Merz) die Menschen hierzulande „noch besser mitnehmen“ oder ihnen die – natürlich an und für sich gute sowie richtige – Gesamtlinie „noch besser erklären“ wollen, gerne auch in besonders einfacher Sprache, dann schrillen vermutlich gerade bei etlichen Menschen mit Ost-Hintergrund Wiedererkennungsalarmglocken, im Sinne dessen, was sie (mal wieder) als autoritäre Zumutungen wahrnehmen, nunmehr freilich innerhalb verschärfter kapitalistisch-demokratischer Konkurrenzen.

Sebastian Köhler, berliner-zeitung.de, 18.05.2024 (online, Paid)

Zitiert: Journalist oder Entwicklungshelfer?

Die Grenzen für Kriegsberichterstatter:innen sind fließend. Allein im Jahr 2023 wurden nach Angaben der Internationalen Journalisten-Föderation 129 Journalist:innen getötet. Und mit den aktuellen, weit verbreiteten Konflikten in der Ukraine, und Nahost droht diese Zahl weiter zu steigen. Doch wie gehen wir anschließend mit dem Vermächtnis der toten Journalist:innen um? Werden sie zu Helden, in deren Namen Stiftungen gegründet werden, oder gar zu moralischen Heiligen?

Zuzana Jarolimkova, ejo-online.eu, 17.05.2024 (online)

Zitiert: Sender brauchen eine „echte starke Community“

Eine Community, die keine Ansammlung von Follower:innen ist, sondern eine Community, die Mehrwert liefert für alle Menschen, die Teil dieser Community sind. Communitys, die diese Art Mehrwert für ihre Nutzer liefern, sind nicht leicht zu bauen. Sie sind aber ein Riesen-Asset für…

Zitiert: Y-Kollektiv und STRG_F – mehr boulevardesk statt informativ

So tragen die Reportagen und Kurzdokus, die nie länger als 30 Minuten dauern, oft reißerische Titel wie „Live aus dem Knast“, „Die Weed-Mafia“ oder „Tiere quälen für Klicks“. Tiefgehende Recherchen findet man hier kaum. In einer Doku des Y-Kollektivs über Antifeminismus kommen vier Frauen mit recht radikalen religiös-konservativen Meinungen zu Wort. Die Doku wirkt ziemlich voyeuristisch. Sie befriedigt eher die Lust am Grusel, als ernsthaft nach Ursachen und Strukturen antifeministischer Bewegungen zu forschen. In einer Doku über Nazi-Memes an Schulen werden Hitler-Sticker unverpixelt gezeigt und rassistische Ausdrücke reproduziert.

Joscha Frahm, freitag.de, 20.05.2024 (online)

Zitiert: Wissenschaft lebt von Diskussionen

Nicht zuletzt während der Corona-Pandemie, als die Bevölkerung quasi zeitnah erleben konnte, wie Wissenschaft Wissen schafft, war zu erkennen, dass viele Menschen bis dahin gar nicht wussten, dass Wissenschaft keine Sache ist, die ganz dogmatisch Erkenntnisse produziert. Plötzlich wurde ersichtlich, dass Wissenschaft…