Bundestagssportausschuss macht zwei Stunden medienpolitisches Trockentraining

Auch nach dem Wechsel der TV-Rechte ab 2018 muss die Berichterstattung von Olympischen Spielen kritisch und investigativ bleiben. Das forderten Sportpolitiker des Deutschen Bundestages vom neuen Rechteinhaber Eurosport/Discovery. „Die Frage ist, ob auch investigativ ermittelt und entsprechend berichtet wird. Die neuen Rechteinhaber müssen beweisen, dass sie in der Berichterstattung die Qualität der öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland erreichen“, sagte die Sportausschuss-Vorsitzende des Bundestages, Dagmar Freitag, in einer Debatte des Ausschusses, berichtete gestern der Sportinformationsdienst (SID).

 

Wie erfolgreich kann sie mit dieser Forderung sein? Wieso müssen private Anbieter dieselbe Qualität bieten wie öffentlich-rechtliche? Wollen die Sportpolitikerinnen und Sportpolitiker diesbezüglich den Rundfunkstaatsvertrag ändern? Wie wollen sie die Angebote miteinander vergleichen? Und – was passiert, wenn Eurosport schlechter sein sollte? Muss der Sender dann ein Bußgeld bezahlen?

 

Dagmar Freitag stellte auch fest, dass die Politik in Berlin kein Druckmittel gegen die neuen Programmmacher in der Hand habe, zumal die Pressefreiheit in Deutschland ein hohes Gut sei, „doch Hinweise können wir geben und das haben wir auch getan“.

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