Deutschland braucht die Filmförderung

Dies schreibt Knut Boeser im aktuellen Cicero (2/2014). Doch warum? „Weil es im deutschsprachigen Raum zu wenige Zuschauer gibt, und weil die englischsprachigen Länder Filme aus Deutschland nicht synchronisieren.“ Wer in englisch drehe, habe ein potenzielles Publikum von anderthalb Milliarden Menschen, der deutschsprachige Markt hätte gerade einmal 90 Millionen Menschen.

In 2013 wurden an den deutschen Kinokassen etwas mehr als eine Milliarde Euro eingenommen. „Der Anteil der deutschen Filme betrug nicht ganz 20 Prozent – das ergibt etwas weniger als 200 Millionen Euro Einnahmen. Also deutlich weniger, als die Filme an Förderung bekommen haben.“ Denn von den Kartenpreises geht ein Teil an den Kinobetreiber, „ rund die Hälfte des Kartenpreises“ geht an den Verleih. Fast jeder Film sei ein Verlustgeschäft.

Die gesamte deutsche Filmförderung betrage jährlich knapp 340 Millionen Euro. Allein die Rettung der Hypo Real Estate habe bislang rund 150 Milliarden Euro verschlungen. „Für dieses Geld könnte man in Deutschland Filme für die nächsten 440 Jahre finanzieren. Der Vergleich zeigt die Dimensionen. Frankreich gibt über 800 Millionen Euro für die Filmförderung aus.“

 

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