Digitaler Musikmarkt wächst weiter

“Im vergangenen Jahr wurden etwa 3,6 Milliarden Songs legal im Internet verkauft, aber 40 Milliarden Songs illegal heruntergeladen.“ So der Chef von Sony Music, Edgar Berger, gegenüber welt.de. Nun, wie er auf die zweiten Zahl gekommen st, mag sein Gedheimnis sein. Interessant ist, dass trotz allem feststellt, dass es trotz des hohen Anteils von nichtbezahlter Musik gelungen ist, „die Musikbranche in ein digitales Geschäft zu transformieren, das weltweit bereits einen Umfang von mehr als fünf Milliarden Dollar hat. Das haben wir besser gemacht als jede andere Branche.“

Etwa ein Drittel des Musikgeschäftes sei heute schon digital. Bei Büchern würde der Anteil des digitalen Marltes am Gesamtmarkt vier Prozent, bei Filmen gar nur ein Prozent ausmachen. In Ländern wie USA, Südkorea oder Schweden liege der Anteil des digitalen Musikmarktes schon bei über 50 Prozent.

Zudem werde der Rückgang beim physischen Verkauf von Musik schon fast durch den Verkauf über das Internet ausgeglichen. Deutschland, der drittgrößte Musikmarkt der Welt, sei zum ersten Mal seit 15 Jahren wieder stabil. Er könnte allerdings (stärker) wachsen, wenn die GEMA die „digitalen“ Urheberrechte nicht so restriktiv die lizensieren würde. Dadurch seien Sony-Inhalte bei Youtube nicht zugänglich. In den USA sei der Musikmarkt gewachsen, in Brasilien habe sowohl der digitale wie auch der physische Markt zugenommen.

 

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Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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